Beteiligungsverfahren

Die über etwa zwei Jahre laufende Ausarbeitung des Mobilitätsplans Zukunft wird begleitet durch ein umfangreiches Beteiligungsverfahren.

Ein Team von Gutachtern aus Dresden, Lübeck und Berlin wird die Fachleute der Stadtverwaltung und den Mobilitätskoordinator bei der Bearbeitung des Mobilitätsplans unterstützen. Die Gesamtprojektleitung liegt beim Tief- und Hafenbauamt. Darüber hinaus werden zahlreiche Interessenträger und Verkehrsexperten eingebunden, wie unter anderem die RSAG, die Polizei, die IHK, der ADFC und der Seniorenbeirat. Auch die Rostocker Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, beim Mobilitätsplan mitzureden. Die erprobten Beteiligungsverfahren aus den Stadtteil-Verkehrskonferenzen und dem Lärmaktionsplan werden unter der Überschrift „Rostock gemeinsam bewegen“ weitergeführt.

Eine Lenkungsgruppe mit Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung und der RSAG als Hauptbetreiber des städtischen Nahverkehrs bildet sozusagen die „Entscheidungsrunde“ im Beteiligungsverfahren, die grundlegende inhaltliche und verfahrenstechnische Entscheidungen trifft. Zugleich bereitet sie Entscheidungen in den politischen Gremien vor. Um fachlich fundierte Diskussionen führen zu können, verfügen die Mitglieder der Lenkungsgruppe über eine entsprechende Kompetenz und Erfahrung in der Stadt- und Verkehrsplanung.

Zur Unterstützung der Lenkungsgruppe werden für die Ausarbeitung und Vertiefung konkreter Planungsvorschläge mehrere Facharbeitsgruppen eingerichtet. Diese beschäftigen sich mit speziellen Themenbereichen wie beispielsweise „Straßen- und Wirt-schaftsverkehr“, „Stadt- und Umweltverträglichkeit“ und „Mobilitäts¬management“. Dabei liegt ein wichtiger Schwerpunkt in der Einbeziehung von in der Verkehrsplanung häufig vernachlässigten Zielgruppen wie Kinder und Jugendliche, Senior/innen und mobilitätseingeschränkte Menschen. Vorschläge können auch durch die beteiligten Fachausschüsse wie z.B. das Fahrradforum oder die Ortsbeiratskonferenzen eingebracht werden. Die Facharbeitsgruppen arbeiten in enger Vernetzung mit dem Planungsteam und dem Projektkoordinator, die auch die Ergebnisse für die Lenkungsgruppe und das Forum aufbereiten und dort präsentieren.

Zusätzlich wird es mehrere öffentliche Veranstaltungen zum Mobilitätsplan Zukunft geben. Für das Forum, in dem alle Interessierten über den jeweils aktuellen Planungsstand informiert werden und über ausgewählte Themen diskutieren können, sind 4 bis 5 Termine vorgesehen. Los geht es mit dem 1. Forum im Februar 2014. Zentrale Anlaufstelle im Beteiligungsverfahren bildet die Internetseite www.rostock-bewegen.de. Hier erhalten alle Interessierten umfangreiche Informationen zum Planungsprozess und können sich mit eigenen Anregungen und Beiträgen beteiligen.

Wer an der Mobilität der Zukunft in der Region Rostock mitgestalten will, ist herzlich eingeladen.