Ziele des Mobilitätsplan Zukunft

Die Ziele des Mobilitätsplan Zukunft wurden aus dem Leitbild der Stadtentwicklung entwickelt und durch weitere verkehrlich relevate Zielstellungen ergänzt. Insgesamt wurden für den MOPZ 15 Ziele definiert, die zu den folgenden fünf Oberzielen zusammenfasst wurden. An dieser Stelle konnten Sie vom 9.9. - 30.9. 2014 die Oberziele bewerten und ergänzen. Hier finden Sie einen Überblick über alle ergänzten Ziele.

Ergänzte Ziele im Überblick:

tstorm am Dienstag, 30. September 2014 - 12:31

Hier ist Rostock leider noch extrem fahrradunfreundlich: Straßenbeläge für Autos werden ohne Not

Simone Witzel am Dienstag, 23. September 2014 - 11:17

In einen vorherigen Beitrag wurde schon eine Mobilitätskarte vorgeschlagen, die darüber hinaus al

Scipio am Donnerstag, 11. September 2014 - 12:24

Für benutzungspflichtige Radwege sind bestimmte bauliche Vorgaben zu erfüllen:

Szenarien zur verkehrlichen Entwicklung

Der Mobilitätsplan Zukunft legt für 10 bis 15 Jahre die wichtigsten Ziele für den Verkehr in Rostock fest. Um ein erstes Bild zu schaffen, welche Folgen mögliche Maßnahmen hätten, wurden zwei sogenannte Szenarien entwickelt. Diese konnten Sie vom 9.9. - 30.9.2014 an dieser Stelle kommentieren.

Hier finden Sie einen Überblick über alle Diskussionsbeiträge zu den Szenarien.

A) Schwerpunkt intensive Infrastrukturentwicklung

Untersuchung der verkehrlichen Entwicklung Rostocks bei einer weiteren intensiven Infrastrukturentwicklung der Straßen und des ÖPNV. Im Straßen- und Schienennetz werden große Infrastrukturvorhaben realisiert.
Die Bevölkerungsentwicklung bleibt auch in den kommenden Jahren stabil. Die Verkehrsmittelwahl der relevanten Personengruppen wird sich gegenüber dem heutigen Zustand nicht wesentlich ändern. Der Anteil des Umweltverbundes bleibt in Summe etwa konstant.

Motorisierter Straßenverkehr (einschließlich Wirtschafts- und Güterverkehr): 

Abbau von Engpässen im Straßennetz und Entlastung der Innenstadt durch Infrastrukturmaßnahmen, z.B.
• Ausbau und Ergänzung Südring mit östlicher und westlicher Tangente oder
• Anbindung Fischereihafen an Hamb. Straße (Überführung Schwarzer Weg)
• Leistungsfähigkeitssteigernde Ausbauten an Knotenpunkten

SPNV / ÖPNV: 

Infrastrukturerweiterungen ergänzen das heutige Netz, z.B.
• Stadtbahn zum Seehafen (Fährterminal)
• Straßenbahnring Südblick - Neuer Friedhof
• Umgestaltung Bahnhof Warnemünde

Fuß- und Radverkehr: 

Wichtigste Maßnahme ist eine Fußgänger- und Radbrücke über die Unterwarnow. Ansonsten wird das Radverkehrsnetz abschnittweise ergänzt, ohne jedoch völlig neue Qualitäten zu schaffen. Anlagen für den Fußverkehr werden sukzessive entsprechend den Bedürfnissen ausgebaut.

Mobilitätsmanagement und Steuerung der Verkehrssysteme: 

Die vorhandene Steuerungstechnik wird schrittweise erweitert und wo erforderlich erneuert. Verkehrsmittelübergreifende moderne Strategien finden noch keine umfassende Anwendung.

B) Schwerpunkt Mobilitätsmanagenent

Untersuchung der verkehrlichen Entwicklung Rostocks bei einer Schwerpunktsetzung auf Mobilitätsmanagement und einer effektiven Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Es werden punktuelle Maßnahmen im Straßen- oder Schienennetz umgesetzt.
Die Bevölkerungsentwicklung bleibt auch in den kommenden Jahren stabil.
Ziel ist es, die Verkehrsmittelwahl um 5% zugunsten des Umweltverbundes zu beeinflussen.

Motorisierter Straßenverkehr (einschließlich Wirtschafts- und Güterverkehr): 

Zentrale Maßnahme ist die Senkung/ Beseitigung der Maut zur Nutzung des Warnowtunnels, was zur Entlastung der Innenstadt beitragen soll. Darüber hinaus werden nur punktuelle Maßnahmen mit geringem baulich-finanziellen Umfang umgesetzt, ohne die Kapazität des Gesamtnetzes zu erhöhen. Ausnahmen sind Anbindungen neuer Wohn- oder Gewerbegebiete und der weitere Ausbau von Kreisverkehren.

SPNV / ÖPNV: 

Infrastrukturelle Maßnahmen beschränken sich auf den Ausbau/ Neubau von Verknüpfungspunkten (z.B. Riekdahl, Höhe Zoo/ Stadtweide und Unicampus Südstadt) und die Stärkung von P+R. Neue Stadtbahnstrecken werden nicht vorgesehen. Hinzu kommen Verbesserungen im ÖPNV-Angebot, z.B. Buserschließung Fischereihafen, Campus-Buslinie, Pendelverkehr über die Unterwarnow etc.

Fuß- und Radverkehr: 

Fuß- und Radverkehr erhalten im Szenario B eine besondere Förderung. Dies beinhaltet z.B. Radschnellwege, den Bau von Fahrradstationen (Bahnhof, Zentrum, Uni), bessere Mitnahmemöglichkeiten im ÖPNV, ein alltagstaugliches Radverleihsystem, etc. Im Fußverkehr stehen der Abbau von Barrierewirkungen an Hauptverkehrsstraßen (z.B. zusätzliche Fußgängerquerungen Am Strande, Warnowufer, Hamburger Str. etc.) und die Aufwertung der Achsen zum Zentrum im Vordergrund.

Mobilitätsmanagement und Steuerung der Verkehrssysteme: 

Umfassende Umsetzung moderner Strategien des Mobilitäts- und Verkehrssystemmanagements durch:
• Ausweitung der Informationssysteme
• stärkere Bevorrechtigung und Beschleunigung des ÖPNV in Abhängigkeit der Fahrplanlage
• betriebliches Mobilitätsmanagement
• Betrieb einer Mobilitätszentrale
• Förderung innovativer Mobilität (e-mobility, CarSharing etc.)
• modernste Steuerungstechnik und -verfahren
• stärkere Berücksichtigung verkehrsmittelübergreifender Ansätze
• Konsequentes Parkraummanagement im Stadtzentrum
• City-Logistik (Altstadt und Warnemünde)

Hier geht’s direkt zur Diskussion der Szenarien

Welches Szenario unterstützen Sie ?

Szenario B
55% (30 Stimmen)
Eine Mischung aus beiden Szenarien
33% (18 Stimmen)
Szenario A
11% (6 Stimmen)
Stimmen gesamt: 54

Alle Hinweise zu Szenarien im Überblick

S-Bahn UNBEDINGT in die Innenstadt durchbinden

Erst heute habe ich erfahren, wie schlecht es um die Fahrgastzahlen steht:
die haben sich nämlich auf weniger als 20% (circa) seit der Wende reduziert.

Das ist unglaublich!

zu Ziel 2: wirtschaftlicher Einsatz finanzieller Ressourcen (2)

Radwege brauchen Neuasphaltierung! Wieviele km Radweg hätten anstelle des Schutower Kreuzes neu gemacht werden können?

zu Ziel 3: Erhöhung der Stadt- und Umweltverträglichkeit des Verkehrs

Dies betrifft ganz klar die weitere Erhöhung des Radverkehrsanteils in der Stadt.

Zukünftige Entwicklung von Wohn- und Gewerbestandorten berücksichtigen

Anspruch an ein Verkehrskonzept ist, dass Schwachstellen im Verkehrsnetz bei allen Verkehrsträgern analysiert und zukünftige Entwicklungen berücksichtig werden.

Leistungsfähiges Gesamtverkehrsnetz für alle Verkehrsträger

Ziel des Verkehrskonzeptes muss ein leistungsfähiges Gesamtverkehrsnetz für alle Verkehrsträger, gute Mobilitätsangebote und die optimale Verknüpfung der Verkehrsträger sowie der großräumigen Anbin

Verkehrsnetz optimieren - Kapazität verbessern

Um mit möglichst wenig oder ohne Neubaumaßnahmen auszukommen, muss das vorhandene Verkehrsnetz optimiert werden.

Mischung aus beiden Szenarien führt zum Ziel

Welche Maßnahmen geeignet sind, die Rostocker Verkehrsprobleme zu lösen, muss von den Planern fachlich fundiert anhand von Daten, Verkehrsmodellen und Netzwirkungsbetrachtungen bewertet werden.

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