B) Schwerpunkt Mobilitätsmanagenent

Untersuchung der verkehrlichen Entwicklung Rostocks bei einer Schwerpunktsetzung auf Mobilitätsmanagement und einer effektiven Nutzung der vorhandenen Infrastruktur. Es werden punktuelle Maßnahmen im Straßen- oder Schienennetz umgesetzt.
Die Bevölkerungsentwicklung bleibt auch in den kommenden Jahren stabil.
Ziel ist es, die Verkehrsmittelwahl um 5% zugunsten des Umweltverbundes zu beeinflussen.

Farbklasse: 
szenario-b
Motorisierter Straßenverkehr (einschließlich Wirtschafts- und Güterverkehr): 

Zentrale Maßnahme ist die Senkung/ Beseitigung der Maut zur Nutzung des Warnowtunnels, was zur Entlastung der Innenstadt beitragen soll. Darüber hinaus werden nur punktuelle Maßnahmen mit geringem baulich-finanziellen Umfang umgesetzt, ohne die Kapazität des Gesamtnetzes zu erhöhen. Ausnahmen sind Anbindungen neuer Wohn- oder Gewerbegebiete und der weitere Ausbau von Kreisverkehren.

SPNV / ÖPNV: 

Infrastrukturelle Maßnahmen beschränken sich auf den Ausbau/ Neubau von Verknüpfungspunkten (z.B. Riekdahl, Höhe Zoo/ Stadtweide und Unicampus Südstadt) und die Stärkung von P+R. Neue Stadtbahnstrecken werden nicht vorgesehen. Hinzu kommen Verbesserungen im ÖPNV-Angebot, z.B. Buserschließung Fischereihafen, Campus-Buslinie, Pendelverkehr über die Unterwarnow etc.

Fuß- und Radverkehr: 

Fuß- und Radverkehr erhalten im Szenario B eine besondere Förderung. Dies beinhaltet z.B. Radschnellwege, den Bau von Fahrradstationen (Bahnhof, Zentrum, Uni), bessere Mitnahmemöglichkeiten im ÖPNV, ein alltagstaugliches Radverleihsystem, etc. Im Fußverkehr stehen der Abbau von Barrierewirkungen an Hauptverkehrsstraßen (z.B. zusätzliche Fußgängerquerungen Am Strande, Warnowufer, Hamburger Str. etc.) und die Aufwertung der Achsen zum Zentrum im Vordergrund.

Mobilitätsmanagement und Steuerung der Verkehrssysteme: 

Umfassende Umsetzung moderner Strategien des Mobilitäts- und Verkehrssystemmanagements durch:
• Ausweitung der Informationssysteme
• stärkere Bevorrechtigung und Beschleunigung des ÖPNV in Abhängigkeit der Fahrplanlage
• betriebliches Mobilitätsmanagement
• Betrieb einer Mobilitätszentrale
• Förderung innovativer Mobilität (e-mobility, CarSharing etc.)
• modernste Steuerungstechnik und -verfahren
• stärkere Berücksichtigung verkehrsmittelübergreifender Ansätze
• Konsequentes Parkraummanagement im Stadtzentrum
• City-Logistik (Altstadt und Warnemünde)