Erreichbarkeit wichtiger Standorte mit dem Fahrrad

Um den Radverkehr auf der Straße und den dortigen Radwegen zu stärken ist die sichere (!) Erreichbarkeit wichtiger Standorte (Universitätsgebäude, Mensen, Geschäfte) von der Straße bzw. den Radwegen aus zu gewährleisten. Dazu gehören z.B. Zufahrtswege, Abbiegemöglichkeiten und abgesenkte Bordsteine, für kurze (!) Abschnitte Zweirichtungsradwege und eine entsprechende Ausschilderung zur Orientierung. Da viele Radfahrer Angst vor Autofahrern auf der Straße haben, sind eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf höchstens 30km und entsprechende Kontrollen wünschenswert (z.B. auf der Ulmenstr. Doberaner Str., Parkstr., Hundertmännerstr. ...). Andernfalls führt ein steigender Radverkehrsanteil (der ja ggü einem steigenden Autoverkehrsanteil auf jeden Fall zu begrüßen ist) nur zu einer Überfüllung der Gehwege und zur Gefährdung der Fußgänger (was man jetzt schon beobachten kann) besonders Älterer und Kinder. Eine ständige Öffnung der Gehwege durch "Fahrrad frei"-Schilder ist aus demselben Grund keine (bequeme) Lösung, wenn es sich um Strecken mit hohem Radverkehrsaufkommen handelt.

Szenario: 
B) Schwerpunkt Mobilitätsmanagenent
Bewertung: 
1
Durchschnitt: 1 (1 Stimmen)

Teilen in sozialen Netzwerken

 

Es sollten zwischen Hauptbahnhof und Lange Straße folgende Straßen erneuert, mit Schwarzdecke versehen und als Fahrradstraßen ausgewiesen werden: Gerhard-Hauptmann-Straße, Paulstraße, Hermannstraße, Schwaansche Straße, Lange Straße. Der Fahrradstreifen an der Goethestraße sollte verbreitert werden.

Der Begriff 'Campusroute' ist ein einziger Etikettenschwindel:
nirgends wird dort dem Radverkehr Priorität eingeräumt; wichtige Kreuzungen an der Strecke (Saarplatz, Hermannstr...) sind für Radfahrer extrem gefährlich bzw. ein Hindernisparcours - die Wegebeziehungen des Radverkehrs bleiben absolut unberücksichtigt!
Die Wege sind häufig viel zu schmal, in schlechtem baulichen Zustand oder schlicht zugeparkt.
Wenn so die 'Vorzeigestrecken' aussehen, will ich den Rest nicht kennenlernen...

Welche wichtigen Punkte wären das denn? Die Universität ist doch bereits mit den Universitätsrouten verbunden? Was wären denn weitere wichtige Orte? Spontan fallen mir nur wenige öffentliche Gebäude mit hohem Verkehrsaufkommen ein (Kliniken, Jobcenter, ...)

Die Verkehrspolitik sieht in Radfahrern 'Fußgänger auf Rädern' und plant deshalb konsequent Radwege zusammen mit bzw. auf den Gehwegen (häufig macht man sich nicht einmal die Mühe, die Wege baulich zu trennen).
Das ist insbesondere in Kreuzungsbereichen für die inkompetenten Planer die einzige Lösung - wären sie doch mir der Planung einer emanzipierten Radverkehrsführung heillos überfordert.

Kaum irgendwo zeigt sich das so deutlich wie in Rostock, wo man zwar ständig in der Presse herumschwadroniert, wie fortschrittlich und öko man doch sei - und in der Praxis kaum einen Meter Radverkehrsinfrastruktur ohne grobe Mängel hinbekommt.

Der Radfahrer goutiert diese Planungen und benutzt entsprechend immer häufiger die Gehwege!