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Rostock verfügt mit dem äußeren und dem inneren Tangentenring über ein sehr gut ausgebautes Netz an Hauptverkehrsstraßen, welches die Erreichbarkeit aus der Region sichert und im Stadtinneren die Verkehrsströme bündelt. Die wichtigste Aufgabe besteht darin, dieses Netz zu erhalten und dort wo aus Gründen der Leistungsfähigkeit oder der Verkehrssicherheit erforderlich punktuell umzugestalten bzw. auszubauen. Große Knotenpunktausbauten mit mehreren Ebenen oder Unter-tunnelungen auf dem inneren Tangentenring sind dabei jedoch aus Gründen der Stadtverträglichkeit und finanziellen Nachhaltigkeit eher unrealistisch und nicht lösungsorientiert.

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Kfz-Verkehr

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Am Vögenteich zwischen den Haltestellen Schröderplatz und Goethestr. testen Tag und Nacht, wenn das Wetter es zulässt, Motorrad- und Autoraser ihre Beschleunigungen. Da drehen die Reifen an der Ampel durch und mit Vollgas schreien die Motoren die Menschen aus dem Schlaf. Hier ist die Stadt gefordert, diese Belästigungen abzustellen.
Platziert man einfach mal eine (gute) Kamera auf der Deutschen Med. mit Blickrichtung Goethestr., sieht man filmreife Hobby-Stunts, die nicht nur den Anwohnern extrem zu laut sind. Vielmehr werden dadurch auch alle anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Ob längere Ampelphasen für Autofahrer diese Wahnsinnigen von Ihrem Verhalten abhält, möchte ich bezweifeln.
Vielmehr ist zu befürchten, dass hier eine grüne Welle eher noch den Anreiz für Hochgeschwindigkeits-Rennen schafft.
Bei den Ampelphasen sollten etwas mehr die Fußgänger berücksichtigt werden, zumal in Rostock nicht wenige ältere und behinderte Menschen, ob Einheimische oder Besucher/Kurgäste unterwegs sind. Wenn an Fußgänger-Ampeln, wie z.B. an der Ecke Parkstr. / Dethardingstr. es selbst gesunden Menschen unmöglich ist, innerhalb einer Grünphase von nicht einmal 5 Sekunden die Ampel zu überqueren, gehen immer mehr Bürger bei rot. Das dies nicht nur sehr gefährlich ist, sondern auch ein fatal falsches Signal an unsere Kinder weiter gibt, sollte Jedem klar sein.

Meine Vorschläge:
- Ampelphasen den jeweiligen Gegebenheiten sinnvoll für motorisierte UND unmotorisierte Bürger anpassen mit besonderer Berücksichtigung der Schwächsten unter ihnen: Kinder, Ältere und Behinderte.
- Rasern die Möglichkeiten zum Durchdrehen erschweren und sie mit geeigneten Maßnahmen in den bekannten Problemzonen aus dem Verkehr ziehen.
- Es gibt Städte, in denen an großen Kreuzungen, die besonders oft von Rettungsfahrzeugen überfahren werden müssen, wie auf dem Stadtring in Rostock, die jeweiligen Krankenwagen bzw. Leitstellen die Ampeln in Fahrtrichtung auf grün schalten können. Dort zeigen dann erleuchtete Hinweistafeln an, dass in Kürze ein Rettungsfahrzeug die Ampel überquert. So kommen diese Fahrzeuge viel schneller und sicherer an ihr Ziel und die übrigen Verkehrsteilnehmer wissen, dass es eine Minute länger dauern kann und geraten nicht in Panik, weil hinter ihnen unvermittelt ein Rettungswagen auftaucht. Auch dieses Zenario kann man, ebenfalls mehrfach täglich, an der Kreuzung "Am Vögenteich" vor der "Deutschen Med." beobachten.

Um mit möglichst wenig oder ohne Neubaumaßnahmen auszukommen, muss das vorhandene Verkehrsnetz optimiert werden. Insbesondere die Haupttrassen, der innere und äußere Tangentenring sowie die Zubringer, müssen leistungsfähig sein, um das heutige und zukünftige Verkehrsaufkommen fassen zu können. Dafür ist eine deutliche Verbesserung des Verkehrsflusses durch Optimierung der Lichtsignalanlagen (Grüne Welle im Hauptstraßennetz notwendig. Knotenpunkte müssen auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft und optimiert werden, denn sie beeinträchtigen u.U. die Kapazität einer gesamten Strecke, z.B. Holzhalbinsel/Neue Warnowstr., Werftdreieck, Steintor, Am Vögenteich, Saarplatz mehrere Knoten im Abschnitt Südring – Am Strande. Sollte das Hauptstraßennetz auch nach Optimierung nicht ausreichen, das Verkehrsaufkommen zu bewältigen, müssen stadtnahe Alternativen (ggf. auch die Realisierung einer Südtangente) gefunden werden. Nur so können auch Probleme der Luftreinhaltung ernsthaft und nachhaltig gelöst werden.

Warum sind langfristig Untertunnelungen, mehrebenige Straßenführungen langfristig kein Thema. Sehen Sie sich mal den Platzbedarf von ehemals Berlin West an. Der Individualverkehr wird auch zukünftig steigen

Die Ampelschaltungen an vielen Kreuzungen sollten optimiert werden. Es kann doch nicht sein das in der Fahrtrichtung der Nebenstrassen die Autos hunderte Meter stehen und die Grünphase so kurz ist, dass das dritte Auto schon bei rot fahren muss, um überhaupt mal rüber zu kommen. Und in der anderen Richtung da ist gähnende Leere und nur weil drei Strassenbahnen hintereinander fahren ist da ewig grün.

Leider wird vergessen, daß es aus dem Nordosten nur zwei Brücken über die Warnow gibt, die bei Reparaturen Unfällen o. ä. zu riesigen Staus führen. Man kann nicht immer nur Wohnungen in NO bauen und planen, ohne die nötige Infrastruktur zu entwickeln. Wer jeden Morgen und Nachmittag über die Warnowbrücke fahren muß, kann ein Lied davon singen. Wir brauchen eine normale Straßenbrücke von Gehlsdorf aus zum Kanonsberg, wie sie schon seit 90 Jahren immer wieder im Gespräch war.

Der Verkehr sollte abends besser aus der Stadt abfließen können, beispielsweise durch längere Grünphasen und 'grüne Wellen'. Derzeit wird an den Tangentenknotenpunkten der Stau in der Stadt behalten. Andere städte haben das schon besser gelöst. Stehender Verkehr ist umweltunfreundlicher als Verkehr an sich schon, ständiges Anfahrenmüssen durch unintelligente Ampelschaltungen setzt dem noch eins drauf. 'VerkehrsRowdytum' entsteht auch dadurch, daß einigen irgendwann die Nerven durchgehen, wenn sie auf 12 Kilometern an 40 von insgesamt 50 Ampeln auf der Strecke rot haben, und das in einigen Straßen alle 200 Meter. Es gibt eben Tage oder Umstände, da ist ÖPNV keine Alternative.

Verkehrsplanerisch ist der Straßenverkehr in Rostock mit dem vorhandenen Straßennetz besser nutzbar, müsste doch nur Mut bestehen, Quell- und Zielverkehr neu zu strukturieren und dabei Wohngebiete vor Durchgangsverkehr zu schützen. Ein weiterer Tangentenring parallel zu den Autobahnen ist Unsinn.

Burkhard Ahlert von der DB meint zum gewünschten Schienenersatzverkehr Warnemünde: Da parallel eine zweite Buslinie aufzubauen, ist nicht zu vertreten und wäre auch umweltpolitischer Unsinn. - Rostock verfügt mit der A20 und A19 und diversen Bundes-/ Landstraßen über ausreichend Bahnen zum Fahren. Da parallel einen zweiten Tangentenring aufzubauen, ist nicht zu vertreten und wäre auch mehr als umweltpolitischer Unsinn.