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Ein sehr kostenintensiver Anschluss des Südrings in Richtung Osten über die Oberwarnow mit Anbindung an die Neubrandenburger Straße ist nur dann eine sinnvolle Maßnahme, wenn es dadurch gelingt, Innenstadt und die Straße Am Strande nachhaltig zu entlasten und die absehbar erheblichen Eingriffe in die Umwelt weitestgehend zu kompensieren. Alternativ sind die Mautfreiheit des Warnowtunnels und die noch deutlichere Stärkung des Umweltverbundes als Maßnahmen mit teils gleicher Zielrichtung (Aufrechterhaltung bzw. Verbesserung des Verkehrsflusses im Hauptverkehrsstraßennetz, Berücksichtigung Umweltverträglichkeit) zu verfolgen.

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Kfz-Verkehr

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Eine Mautfreiheit, bzw. eine drastische Reduzierung der Gebühren im Warnowtunnel, würde die Straße am Strande deutlich entlasten. Weiterhin würden deutlich Hinweise für Touristen, die über die A19/A20 in Richtung Warnemünde wollen helfen, die darauf hinweisen, die "Stadtautobahn" über die A20 Richtung Warnemünde zu nutzen.

Hmm, die Erschließung des Südrings für Fahrzeuge kommt mir subjektiv etwas merkwürdig vor. Gibt es denn überhaupt den Bedarf, dass Leute von Brinckmannsdorf das Zentrum umfahren?

Gegenwärtig sind wieder Staus mit zunehmender Tendenz zu verzeichnen, so z.B. auf der L22, Rövershäger Chaussee, Am Strande, Lübecker Str., Hamburger Str., Südring, Satower Str., Tessiner Str., Mühlendamm. Die Entwicklung neuer zum Teil bereits konkret geplanter Wohn- und Gewerbestandorte, wie z.B. Petriviertel, Silo- und Holzhalbinsel, Stadthafen, Theaterstandort, Wohnquartier Rosengarten und Werftdreieck bedeuten zusätzlichen Quell- und Zielverkehr und damit eine höhere Belastung der Verkehrsachsen und Knoten. Um das Verkehrsaufkommen zu bewältigen, müssen stadtnahe Alternativen (ggf. auch die Realisierung einer Südtangente) gefunden werden. Nur so können auch Probleme der Luftreinhaltung ernsthaft und nachhaltig gelöst werden.

Natürlich würde ein mautfreier Warnowtunnel helfen, die Verkehrsprobleme in Rostock zu mildern. Bevor eine solche Möglichkeit zur Diskussion gestellt wird, sollte jedoch geprüft werden, ob dies überhaupt realistisch umsetzbar ist. Hier gibt es einen privaten Eigentümer und vertragliche Verpflichtungen.

Klar wäre es schöner ohne Maut, aber dann hätte der Tunnel von der Stadt gebaut werden müssen. Die hatte dafür aber kein Geld und private Investoren wurden gern genommen.
Rostock hat nach vielen Jahrzehnten die langersehnte Querung der Warnow bekommen und die Nutzer müssen dafür bezahlen. Vielleicht ist das sogar gerechter, als wenn der Bau von unseren Steuergeldern bezahlt worden wäre.

Mautfreiheit des Warnowtunnels - wie soll das gehen? Die Stadt hat 2003 endlich einen Tunnel bekommen und musste nicht einmal dafür bezahlen. Die Betreiber haben für den Bau hohe Kredite aufgenommen und müssen diese nun peu a peu zurückzahlen. Für die Infrastrukturentwicklung der Region ist der Tunnel ein Segen. Gefahrguttransporte müssen nicht mehr durch die Innenstadt. Touristen kommen schneller an die Ostsee und die Berufspendler haben kurze Wege von West nach Ost und umgekehrt. Die Stadt wollte diesen Tunnel und nun hat sie ihn über öffentlich-private Partnerschaft bekommen. Dafür muss man dem Erbauer und Betreiber aber auch die Refinanzierung zugestehen. Deswegen ist nun einmal die Maut nötig.

Eine verbesserte Anbindung der Stadtteile östlich der Warnow würde auch zu einer Attraktivitätssteigerung dieser Standorte beitragen und ist aus diesem Grunde zu begrüßen. 2 Brücken für den MIV sind zu wenig und auch die ÖPNV Anbidung ist nicht für jedes Zielgebiet attraktiv. Aus diesem Grunde sind beide vorgeschlagenen Maßnahmen sinnvoll, wenn auch nicht beide finanzierbar sein werden. Zusätzlich sollte die Erhöhung der Taktung der Fähre nach Gehlsdorf und der Anschluss des Stadtteils an das Netz des SPNV angedacht werden, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeit realisierten und geplanten neuen Wohnbebauung.

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/tu-wien-verkehrspaepstliche-l... :
Das Auto ist das einzige Fortbewegungsmittel, das extrem viel Fläche braucht", sagt Knoflacher. "Das Ziel von Verkehrsplanung", so das Credo des emeritierten Professors, "ist es, die Bedürfnisse des Autoverkehrs zu befriedigen." Und der schafft seine eigenen Verhältnisse. Beispiel Umgehungsstraßen: Die, sagt Knoflacher, bringen vielleicht im ersten Moment eine Entlastung. Doch auf lange Sicht generieren sie bloß noch mehr Verkehr. Die zurückgelegten Wege werden weiter, die Autos immer zahlreicher. Die erhoffte Zeiteinsparung durch die schnellere Fortbewegung bleibt dabei auf der Strecke - und Parkplätze werden immer mehr zum Streitthema.

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Die Schuld an dieser Misere weist Knoflacher auch der Reichsgaragenordnung von 1939 zu. Wer baut, muss auch Stellplätze schaffen, heißt es dort. Für Knoflacher die Wurzel allen Übels. Denn: "Parken bei der Wohnung macht aus den Menschen Autofahrer." Warum mit dem Bus fahren, wenn das Auto viel näher ist? "Der Mensch", sagte Knoflacher, "ist vom Auto ferngesteuert."

Sowohl die Erweiterung des Südrings, als auch die Mautbefreihung des Warnowtunnels würden die Stadt sehr entlasten. Durch die Warnow wird die Stadt in Ost und West getrennt. Die Verbindungspunkte L22 und Mühendamm sind regelmäßig verstopft.
Beide Maßnahmen würden dies entlasten.
Wobei der Warnowtunnel baulich schon existiert und eine Mautbefreihung einfacher zu realisieren wäre als ein Neubau einer Straße.

http://www.verkehrswissenschaftler.de/berichte/bericht_2.htm

Weiterer Aus- und Neubau von Autostraßen erzeugt mehr und schnelleren Verkehr. Mehr und schnellerer Verkehr ist die Ursache von steigenden Unfallzahlen, Toten, gesundheitliche Beeinträchtigung durch Lärm und Abgase. Mehr Verkehr verursacht aber auch mehr Stau! Wenn das das Ziel ist, macht aus der B103 eine richtige achtspurige Autobahn!