Startseite

Der gut funktionierende und hierarchisch gegliederte ÖPNV in Rostock bedarf keiner umfassenden Ergänzungen. Aus der Stadt- und Strukturentwicklung in Rostock resultierende Anpassungen des ÖPNV-Angebotes sollten entsprechend der Nachfrage erfolgen.

Bewertung: 
3.5
Durchschnitt: 3.5 (2 Stimmen)
Umweltverbund

Teilen in sozialen Netzwerken

 

So richtig werde ich aus dem Beitrag nicht schlau. Was heißt "gut funktionierend" unter welchen Anforderungen? Wollen wir aufgrund der anderen vielen Probleme (Stau, Parkraum, ...) nicht, dass mehr Leute Bus+Bahn nutzen? Erwächst da denn nicht gerade hier ein sehr guter Handlungsspielraum, da die Investitionen sehr gut kalkuliert werden können und kaum bauliche Veränderungen erforderlich sind?

Leider ist die Gestaltung der Anschlussbeziehungen insbesondere zwischen RSAG und S-Bahn immer noch verbesserungswürdig. Es scheint, dass an den Schnittstellen eine kundenfreundliche Abstimmung der zeitlichen Anschlussbeziehungen schon in der Planung vernachlässigt wird, weil die einzelnen Unternehmen nicht eng genug zusammenarbeiten. Dies ist gerade in Zeiten eines dünnen Taktes (bei Wartezeiten an den Schnittstellen >8-10 Minuten) besonders schmerzhaft. Kann z.B. der Verkehrsverbund hier etwas tun?
Weiterer wichtiger Schritt zur Sicherstellung der Anschlüsse wäre die dauernde und transparente Überwachung auch der S-Bahn Zugläufe durch eine echte Mobilitäts- oder Verkehrsrzentrale (dies könnte doch z.B. die RSAG anhand der DB-Netze - Daten machen). Dass die S-Bahn weniger Rücksicht auf ggf. verspätete Tram oder Busanschlüsse nehmen kann oder will , als umgekehrt die RSAG, ist zwar zu erwarten, aber jede Verbesserung hilft.
Insbesondere die S-Bahn - Nutzer sind, da ein zentrumsnaher Haltepunkt nicht verwirklicht wurde, fast immer auf funktionierende Umsteigebeziehungen von und zur RSAG angewiesen. Meiner Meinung nach sollten Planer der beteiligten Unternehmen auch das praktische Funktionieren der Schnittstellen, bspw. am Hbf, in Warnemünde-Werft und Lütten Klein kritisch prüfen, um die Optimierungen, welche mit wenig baulichen Aufwand aber dafür mit einigen organisatorischen Maßnahmen umsetzbar sind, sofort anzugehen. Warum wurde z.B. der S-Bahn-Takt im Werftbahnhof so gestalet, dass auch außerhalb der HVZ aus Richtung Rostock immer auf dem umsteigerunfreundlichen östlichen Bahnsteig gehalten werden muss? Warum nicht auch für die baulich recht unglücklich geratenes Schnittstelle Hbf alle möglichen organisatorische Maßnahmen ergreifen und dann moderat auch baulich optimieren (Nutzung der Vorteile der MIttelinsel durch (Wieder-) Anlage zusätzlicher Bahnsteige , schnellere Aufzüge, ggf. Rolltreppen, (Wieder-) Nutzung des (modernisierten) alten Fußgängertunnels als zusätzlichen Bypass, Busbahnhof direkt am Südausgang platzieren etc.) .

Ich sehe schon das Problem, dass das ständig wachsende Umland mit ÖPNV nicht gut an Rostock angebunden ist. Daraus resultieren viele Staus, da die meisten mit einem PKW nach Rostock pendeln. Es wäre sinnvoll eine Bahnanbindung des Umlands die bezahlbar (z.B. eine Fahrt von Parkentin nach Rostock und zurück kostet 7,60€ !) und in häufigeren Intervallen pendeln würde. Es wäre auch für viele attraktiv, wenn die Bahn die Straßenbahnstrecken nutzen könnte und die Fahrt nicht mit mühseligem Umsteigen am Hauptbahnhof verbunden wäre. Die Parksituation in vielen Bereichen Rostocks wäre wesentlich entspannter.

Neben der Bevorrechtigung an Ampelanlagen für den ÖPNV, gerade der Straßenbahn, sollte der eine oder andere Meter Gleis austauscht werden. Der Zustand lässt gerade im Bereich der Weichen teilweise zu Wünschen übrig.

Die Bevorrechtigung des ÖPNV an Ampelanlagen ist generell in Ordnung. Was nicht funktioniert, das ist die Schaltung der betroffenen Ampelanlagen. Die Programme werden immer wieder durch den ÖPNV unterbrochen und laufen dann nicht weiter, sonder werden neu gestartet. Das führt häufig zu extrem langen Wartezeiten.

Die Förderung des Autoverkehrs führt zu leeren Bahnen und Bussen. Schon jetzt fährt die Linie 5 vom Südblick unterbesetzt. Bietet man den Menschen noch eine Umgehungsstraße an, kann man die für viel Geld gebaute Linie abschaffen. Andernorts wird der ÖPNV durch Bürgertickets, Verkürzung der Fahrzeiten, höhere Taktzeiten und gute Fußerreichbarkeit gefördert.http://www.mobilogisch.de/aktuell/41-ml/artikel/162-oepnv-nulltarif.html

Das ist doch wohl ein Witz, dass es keine Verbesserung bedarf. Ein 15minütiger Takt der Linie 6 ist unakzeptabel. Wesentlich besser bedient werden die Neubaugebiete, wo im 5 Minutentakt eine Bahn vom Doberaner Platz fährt. Wenn wir schon Rundverkehr in Rostock haben müßten der Kreis der 6 mal geschlossen werden, um eine effektive Verbindung der Bürger des Hansa Viertels zu erreichen.